FAQs

Kann sich jedes Unternehmen bewerben?
Ja. Voraussetzung für eine Teilnahme ist lediglich, dass es sich dabei um ein rechtlich selbständiges Unternehmen mit eigenständigem Marktauftritt handelt. Seit 2001 können auch Kleinunternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten am Vergabeverfahren teilnehmen.  

Muss der Firmeninhaber Mitglied der evangelischen Kirche sein?
Das ist keine Voraussetzung und spielt für die Auszeichnung auch keine Rolle. 

Können auch Dritte ein Unternehmen für das Arbeitsplatzsiegel vorschlagen?
Das ist möglich. Dennoch muss das Unternehmen zustimmen und aktiv werden.

Wie läuft das Verfahren konkret ab?
Sie melden sich schriftlich bei Arbeit Plus an und schließen einen Vertrag mit der EKD. Mit der Durchführung der Untersuchung hat die EKD das unabhängige Institut für Wirtschafts- und Sozialethik (IWS) an der Philipps-Universität Marburg beauftragt. Geschäftsleitung und Betriebsrat erhalten Fragebögen, deren Auswertung ist die Grundlage für die Interviews vor Ort. Der Bericht des IWS bildet dann die Basis für die Entscheidung durch das Vergabegremium. Im Fall einer positiven Entscheidung erfolgt die Verleihung des Siegels. Die ausgezeichneten Unternehmen können maximal zwei Jahre damit werben. Danach ist eine erneute Prüfung durch das IWS erforderlich, um wieder zertifiziert zu werden.  

Was kostet das Verfahren?
Die Teilnahme an ARBEIT PLUS kostet für kleine Kapitalgesellschaften i.S.v. § 267 HGB 2.000 Euro + MwSt., für andere Unternehmen 3.500 Euro + MwSt.  - darin enthalten sind bereits die Kosten für das Siegel, die Urkunde, die Vergabefeier sowie für den Feedbackbericht mit einem vom IWS erstellten Stärke-Schwäche-Profil.

Was sind die Leistungen von ARBEIT PLUS?
. Interviews im Unternehmen
. Ausführlicher individueller Feedbackbericht
. Informationen über die eigenen Leistungen im Branchenvergleich
. Bei Auszeichnung Nutzung des Siegels für Werbezwecke
. Regionale Vergabeveranstaltung mit dem Bischof oder leitenden Geistlichen der Landeskirche
. Möglichkeit der Teilnahme an einer zentralen Vergabeveranstaltung mit dem Ratsvorsitzenden Bischof Huber
. Pressearbeit seitens der EKD sowie der Landeskirche

Wozu nützt das Arbeitsplatzsiegel?
Schon die Teilnahme an der Untersuchung kann sich positiv auf die Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auswirken. Und der Feedback-Bericht des IWS zeigt, wo das Unternehmen gut ist - und wo es noch besser werden könnte. Er bietet Informationen über das Machbare und wertvolle Anregungen für Geschäftsführung und Betriebsrat.

Wie sieht es mit der Außenwirkung aus?
Mit ARBEIT PLUS signalisiert ein Unternehmen nach innen und außen: hier bemüht man sich um eine sozial nachhaltige Personal- und Beschäftigungspolitik. Das Arbeitplatzsiegel hilft dem Unternehmen sehr bei der Suche nach Fachkräfte und ist vielfältig im internen wie externen Personalmarketing einsetzbar.

Und was sagen die Unternehmen zu ARBEIT PLUS?
. "Es hat uns mit Stolz erfüllt, den Ansprüchen dieses Siegels gerecht geworden zu sein. Es ist ein Ansporn, diesen Weg weiterzugehen."
. "Wir sind überzeugt, dass wir unsere Mitarbeiter überdurchschnittlich am Unternehmen beteiligen. Dies wollten wir einem Benchmarking unterziehen."
. "Unsere Stärken wurden als Stärken erkannt und entsprechend bewertet. Aber uns wurde auch bewusst, dass es Themenfelder gibt, bei denen wir nur durchschnittlich abschneiden."

Gibt es eine Evaluierung?
ARBEIT PLUS wurde 2001 von Prof. Dr. Günter Silberer von der Universität Göttingen und 2005 vom Sozialwissenschaftlichen Institut (SI) der EKD evaluiert. Die Initiative der Evangelischen Kirche in Deutschland hat sich bewährt. Seit dem Start gab es 65 Zertifizierungen, insgesamt 15 Unternehmen wurden sogar mehrfach ausgezeichnet.

 

Beschäftigung schaffen

"Wir alle profitieren davon, dass Arbeitsplätze geschaffen und erhalten werden. Unternehmen, die in diesem Sinne verantwortungsbewusst und nachhaltig handeln, sollen dafür öffentliche Anerkennung finden."
Dr. Rainer Meusel, Initiator des Siegels ARBEIT PLUS

ZIelsetzung von ARBEIT PLUS

"Die Initiative ARBEIT PLUS möchte Unternehmen, die eine menschengerechte Personal- politik verfolgen, als Beispiel für zukunftsfähiges Wirtschaften herausstellen. Die Evangelische Kirche in Deutschland würdigt unternehmerisches Handeln in besonderer Weise und ermutigt andere Firmen zur Nachahmung."
Bischof Dr. Wolfgang Huber, Ratsvorsitzender der EKD von 2003 bis 2009


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Publikationsdatum dieser Seite: 10.03.2010 00:56