Ausgezeichnete Unternehmen

Auf dem Siegel ist die jeweilige Jahreszahl, in dem es verliehen wurde, vermerkt. Alle Firmen haben die Möglichkeit, nach zwei Jahren erneut an ARBEIT PLUS teilzunehmen.

Diese Unternehmen wurde mit dem Arbeitsplatzsiegel ARBEIT PLUS der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) - zum Teil mehrfach - ausgezeichnet:

 

zurück

(pro) curatio GmbH

So lässt sich die Strategie der (pro)curatio Gesellschaft für Dienstleistungen im Sozialwesen mbH zusammenfassen. Das Unternehmen ist auf die Dienstleistungen Catering, Reinigung und Hotelleistung in Krankenhäusern und Altenheimen spezialisiert und wurde im April 1997 gegründet. Der Unternehmensumsatz belief sich in 1998 auf 18 Mio. DM, wird in 1999 voraussichtlich 45-50 Mio. DM betragen. Seit der Gründung ist das Unternehmen schnell gewachsen: zur Zeit knapp 600 MitarbeiterInnen beschäftigt. Ein großer Teil davon wurde allerdings von jetzigen Kunden übernommen. In den meisten Fällen ist das Unternehmen durch Managementverträge oder durch Beratungsaufträge aktiv.

Die (pro) curatio Gesellschaft für Dienstleistungen im Sozialwesen mbH ist überdurchschnittlich oder vorbildlich bei:

  • Beschäftigungsentwicklung
  • Ausbildungsquote
  • Einstellung Langzeitarbeitslose
  • Schwerbehinderte
  • Verträge: befristet (wenige)
  • Leiharbeit (begrenzter Einsatz)
  • FuW-Bildung: Einsatz
  • Qualitätssicherung
  • Überstunden (bzw. -abbau)
  • Partizipation im Arbeitsumfeld
  • Frauenförderung: personalpolitisch
  • Rollenwandel: Männer
  • Leitbild und Identität

Die Geschäftsleitung: "Wir betrachten es als besondere Herausforderung, trotz des allgegenwärtigen Kostendrucks im Gesundheitswesen, unsere Gäste - Patienten und Senioren - mit exzellenter Speisen- und Dienstleistungsqualität zu versorgen." (pro)curatio arbeitet daher weitestgehend nach dem Frischküchenkonzept, verzichtet also fast vollständig auf vorgefertigte Produkte. In einigen Häusern kommen die eingesetzten Frischkräuter sogar aus dem eigens angelegten Kräutergarten. Ganz "nebenbei" bedeutet dies, dass hier arbeitsintensiver produziert wird als sonst im Cateringbereich. Ein wichtiges beschäftigungspolitisches Signal in Zeiten ständiger Rationalisierung. Dazu gehört aber auch entsprechende Professionalität im Frischwaren-Einkauf sowie Schulung und Motivation der MitarbeiterInnen in den Küchen.

Im Zentrum des Qualitätsverständnisses steht jedoch der Mensch als Träger von Fähigkeiten, die zu entwickeln sind - bei Koch und Küchenhilfe, bei Betriebsleiter und Diätassistentin. Diese Philosophie spiegelt sich auch im Weiterbildungsprogramm des Unternehmens wider. Systematisch wird ein Mix aus der Erarbeitung von Fachkompetenzen (Vollkostenrechnung, Speiseplangestaltung) sowie sozialen und emotionalen Kompetenzen (Gesprächsmoderation, Führen durch Fragen etc.) angewandt.

(pro) curatio zeigt, dass die Spezialisierung durch Outsourcing nicht nur negativ gesehen werden muss, sondern durchaus Gestaltungsmöglichkeiten für eine Geschäftspolitik bietet, die sozial verantwortlich, menschenfreundlich und ökonomisch erfolgreich ist.

ARBEIT PLUS 1999 wird verliehen aufgrund ausgezeichneter Bewertungen in vielen Untersuchungsbereichen.

Beschäftigung schaffen

"Wir alle profitieren davon, dass Arbeitsplätze geschaffen und erhalten werden. Unternehmen, die in diesem Sinne verantwortungsbewusst und nachhaltig handeln, sollen dafür öffentliche Anerkennung finden."
Dr. Rainer Meusel, Initiator des Siegels ARBEIT PLUS

ZIelsetzung von ARBEIT PLUS

"Die Initiative ARBEIT PLUS möchte Unternehmen, die eine menschengerechte Personal- politik verfolgen, als Beispiel für zukunftsfähiges Wirtschaften herausstellen. Die Evangelische Kirche in Deutschland würdigt unternehmerisches Handeln in besonderer Weise und ermutigt andere Firmen zur Nachahmung."
Bischof Dr. Wolfgang Huber, Ratsvorsitzender der EKD von 2003 bis 2009


Copyright © 2010 ARBEITS PLUS - Eine Initiative der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) | Impressum
Publikationsdatum dieser Seite: Mittwoch, 25. August 2010 17:58